Hocking Hill ist ein State-Park ca. 1 Autostunde entfernt im Süd-Osten von Columbus. Er bietet tolle Wanderungen an Orten mit klangvollen Namen, wie Old Mans Cave, Ash Cave, Cedar Falls oder Fat Woman’s Squeeze. Wir waren schon mehrmals in Sommer dort und sind von den Wanderungen durch die Schlucht und am Fluss entlang begeistert. Im Winter hatten wir die Gegend noch nicht besucht, aber schon vieles über die Eiswasserfälle gehört.

Der Winter 2013 / 2014 war der kälteste Winter in Columbus seit über 20 Jahren. Also ideale Bedingungen für grandiose Eiswasserfälle. Der Wetterbericht sprach von einer deutlichen Erwärmung für die kommenden Tage mit Temperaturen von über 10°C, also höchste Zeit für uns endlich Hocking Hill auch einmal im Winter zu besuchen. Wollten wir doch unbedingt die Eiswasserfälle sehen.

Unsere erste Station an diesem Tag war Old Man’s Cave. Diesen Bereich kannten wir vom Sommer schon sehr gut und so lag es Nahe dort zu beginnen. Vom Parkplatz aus geht der Weg zuerst zu den Upper Falls, wo es bereits die ersten beeindruckenden Eisfälle zu bestaunen gab. Das Eis auf dem Fluß war so dick, dass wir überall herumlaufen konnten. (Ein paar Mal hat es bei mir allerdings doch ein bisschen geknackt… Entweder war das Eis zu dünn, oder ich zu …)

2014_Hocking-Hill_142014_Hocking-Hill_13Nach den Upper Falls kämpften wir uns weiter Richtung Old Man’s Cave bis zu den Lower Falls vorbei an vielen weiteren gefrorenen Wasserfällen und Wänden voller Eiszapfen. An manchen Stellen waren die Felsen von einer glasklaren Eisschicht überzogen. Diese sah zwar toll aus, aber leider konnte man sich deshalb so gut wie nirgends festhalten. An vielen Stellen war die Beste Variante des Vorwärtskommens sich auf den Hosenboden zu setzen und einfach hinunter zu rutschen. Die Kinder hatten dabei freilich ihren Spass, wir haben uns halt auf die Schuhe gesetzt… Viele Ami’s waren in Jeans unterwegs und die meisten hatten einen nassen Po :-).

Manche der Eisfälle sahen buchstäblich so aus, als wäre das Wasser im Fließen eingefroren. Über die Eisschicht auf dem Fluß konnte man an quasi direkt alle Wasserfälle herangehen und an vielen Stellen sogar dahinter gehen. Das war schon sehr beeindruckend.

Eisfall bei Cedar Falls

Eisfall bei Cedar Falls

Eisfall bei Cedar Falls

Eisfall bei Cedar Falls

Unser nächster Stop war Cedar Falls. Im Sommer laufen wir diese Strecke immer zu Fuß (3 Meilen) aber bei diesen Bedingungen sind wir dann doch lieber mit dem Auto und über die Straße gefahren. Der Eisfall bei Cedar Falls selbst hat mir nicht so gut gefallen, aber auf dem Weg dahin kommt man an einem großen Wasserfall vorbei, den man im Sommer gar nicht wahrnimmt. Vermutlich fließt einfach so wenig Wasser (vielleicht auch gar keins).

Den Abschluß hatten wir an der Ash Cave. Dort waren wir bisher nicht gewesen. Der Weg vom Parkplatz bis zur Cave ist für Rollstuhlfahrer geeignet und in ein paar Minuten ist man schon da. Die Ash Cave ist keine Höhle im eigentlichen Sinn sondern eher ein Rücksprung im Fels, allerdings von gewaltigen Ausmaßen. Über die Kante des Rücksprunges fließt ein kleiner Bach, der im Sommer sicher eine nette Dusche bietet. Jetzt war es eine gigantische Eispyramide. Ein anderer Besucher erzählte uns sogar, dass vor ein paar Tagen die Pyramide noch bis zur Decke reichte – Wahnsinn…

Ash Cave

Ash Cave

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2 Gedanken zu “Winter in Hocking Hill

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