Längste Hängebrücke der Welt – Highline 179

Wer schon einmal Richtung Fernpass unterwegs war hat sie sicher gesehen. Diese ewig lange, unglaubliche Hängebrücke hoch oben über der Straße kurz hinter Reute. Spontane Reaktion der Kinder als wir das erste Mal daran vorbeigefahren sind: Boah – Cool! Da müssen wir mal hin! Selbst meine etwas Höhenangst geplagte Frau wollte mit… Weiterlesen

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Höhlenerkundung „Steinernes Haus“

Auf Abenteuertour im Steinernen Haus...

Die schwäbische Alb ist bekannt für ihre vielen Tropfsteinhöhlen. Einige davon sind zur Schauhöhle ausgebaut und können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Beim Steinernen Haus ist dies anders. Hier geht man nicht zusammen mit einem Führer in eine elektrisch beleuchtete Höhle. Nein, hier geht man auf eigene Faust, nur mit Taschenlampe bewaffnet, auf Entdeckungstour in die stockfinstere Dunkelheit der Höhle – und ich kann euch sagen, ohne Licht ist es kohlrabenschwarz! Man sieht null Komma nix!

Das steinerne Haus liegt nur ein paar hundert Meter von der Schertelshöhle in Westerheim entfernt. Einfach den Hang hinunter und auf der anderen Seite wieder hoch und schon steht man am Eingangsportal der Höhle, die angeblich auch die Nonnen des ehemaligen Franziskanerklosters in unruhigen Zeiten als Notunterkunft genutzt hatten.

Der Eingangsbereich ist sehr groß und man hat noch viel Licht, doch bald müssen wir unsere Lampen einschalten. Ein kleines Stück weiter erreicht man ein kleines Tor und ein Schild macht einen auf die „Wintersperre“ der Höhle aufmerksam. Ab hier ist es so dunkel, dass man die Hand nicht mehr vor Augen sieht.

Wir krabbeln durch das Tor und das Abenteuer nimmt seinen Lauf. Begleitet uns auf unserer Tour…

Man fühlt sich als kleiner Höhlenforscher und der Besuch hat uns viel Spaß gemacht. Trotzdem ist man wieder froh, wenn man das Licht des Einganges wieder sieht…

Wenn ihr auch Lust bekommen habt, dann nehmt unbedingt eine Ersatztaschenlampe für jeden mit. Wenn das Licht ausgeht, ist es nicht nur dunkel sondern schwarz – aber das hatte ich ja schon erwähnt…

Birthplace of Aviation – Dayton Ohio und National Museum US Air Force

Flight 82: Wilbur piloting at a considerable h...

Wer hätte das gedacht? Die Wiege der Luftfahrt ist nur eine knappe Stunde von Columbus entfernt in Dayton, Ohio. Von dort kommen die Gebrüder Orville und Wilbur Wright und dort haben sie auch den Wright Flyer entwickelt. OK, zugegeben der erste Flug war in Kitty Hawk, North Carolina, aber trotzdem wird Dayton als Birthplace of Aviation bezeichnet. Angefangen haben die Wright Brothers aber mit dem Vertrieb und der Reparatur einer anderen neumodischen Errungenschaft, nämlich dem Fahrrad. Die mechanische und technische Begabung wurde von der Mutter schon früh gefördert und so waren die beiden Brüder bestens gerüstet, als sie ihren ersten Fahrradladen The Wright Cycle Co. eröffneten. Das Gebäude steht heute noch im Originalzustand und beherbergt eine kleine Ausstellung zum Thema Fahrrad.

Dayton OH 10  Dayton OH 11

Dayton OH 1Dayton OH 12 Gegenüber ist das eigentliche Wright Museum mit einem Visitor Center in dem man natürlich auch einen Junior Ranger machen kann und einen Stempel in den National Park Passport bekommt. Das ist für die Kinder immer ganz wichtig. In Dayton kann man sogar zwei verschiedene Junior Ranger machen. Einen hier in diesem Museum und einen weiteren im Huffman Prairie Flying Field Interpretive Center. Dort gab es einen Badge in Form von Wings anstelle der sonst üblichen Form. Um das Abzeichen für den Junior Ranger zu bekommen muss man mal mehr mal weniger schwierige Aufgaben lösen und anschließend den Junior Range Eid schwören. BTW: Die Aufgaben in diesen beiden Museen sind wirklich schwierig, die ganze Familie hat fast 2 Stunden gebraucht um die Aufgaben in den beiden Museen zu lösen. Dayton OH 14Nach dem Besuch der beiden Museen und ableisten des Junior Ranger Eides ging es weiter zum eigentlichen Flugfeld. Hier haben die Brüder Wright ihren Flieger weiter optimiert, nachdem die ersten Flugversuche in Kitty Hawk erfolgreich verlaufen waren. Etwas später wurde aus dem unscheinbaren Feld eine Flugschule und quasi der erste Flughafen der Welt, der allerdings mehr nach Kuhweide als nach Flughafen aussieht. Ein Besuch dieser Ecke lohnt sich nur wenn man sowieso schon da ist. Im Wesentlichen sieht man eine Wiese mit ein paar Schautafeln und Repliken der Startrampe und der Scheune, in der das Flugzeug aufbewahrt wurde.

National Air Force Museum

Ausgerüstet mit 2 neuen Junior Ranger Badges ging es dann zu (meinem) Highlight des Tages, dem National Museum der United States Air Force. Dieses Museum ist laut Wikipedia das größte und auch älteste Museum für militärische Luftfahrt – und das quasi gleich vor unserer Haustür! Es gibt ca. 300 Flugzeuge zu bestaunen. Alle Flugzeuge sind einem absolut einwandfreiem Zustand, sie sehen quasi wie neu aus. Das älteste Flugzeug ist eine Bleriot aus dem Jahre 1911. Insbesondere aus der Zeit um den ersten und zweiten Weltkrieg sind viele Ausstellungsstücke zu sehen, so z.B. das Originalflugzeug des Atombombenabwurfes auf Nagasaki. Außerdem gibt es einen B-2 Stealth Bomber – so einen haben wir im Death Valley fliegen sehen. Die Ausstellung ist so toll gestaltet, dass es sogar meinem 3 Mädels sehr gut gefallen hat.

Dayton OH 31Aber es gibt nicht nur Flugzeuge zum Bestaunen, sondern man kann sich auch selbst im Flugsimulator eines Kampfjets beweisen. Einer ist Pilot und einer Bordschütze, ich war Pilot und Anna-Lena Schütze. Auf dem Bild sind wir bei der Trockenübung. Danach mussten wir alle Taschen leeren und sogar die Brille abnehmen, bevor es in den Simulator ging und wir mit 5-punkt Gurten festgeschnallt wurden. Dann kam noch ein extra Schutzbügel… Da wurde uns dann doch ein wenig mulmig. Wir dachten eigentlich dass es nur ein bisschen hin und her ruckelt, aber weit gefehlt. Der Simulator dreht einen 360° rundherum, je nachdem wo man hinfliegt. Ich kann nur sagen, das war der beste Simulatorflug, den ich je hatte!!! Wir haben übrigens 5 feindliche Jets abgeschossen und sind „nur“ einmal abgestürzt… Das lag aber eindeutig am Piloten, der kopfüber hängend die vielen Anzeigen nicht mehr im Griff hatte 😉 – oder vielleicht war es doch die fehlende Brille? Auf jeden Fall brauchte ich nach dem Flug auch ein paar Minuten, bis ich wieder richtig geradeaus gehen konnte…

Ein Besuch in diesem Museum lohnt sich auf alle Fälle, der Eintritt ist übrigens gratis. Hartgesottene sollten unbedingt im Simulator fliegen, nicht gratis, aber mit $7,50/ Person auch nicht wirklich teuer.

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