Barcelona im Mai 2014

Im Frühjahr 2014 führte mich eine Dienstreise nach Barcelona und ich konnte ein paar Tage zur Stadtbesichtigung anhängen. Barcelona ist zwar ziemlich „off topic“ für einen USA Blog, aber die Stadt hat mir so gut gefallen, dass ich einfach ein paar Bilder zeigen muss.

Mein Hotel Curious (klein aber fein) lag in einer kleinen Seitenstraße der Las Ramblas, der Flaniermeile in Barcelona. Ein idealer Ausgangspunkt für Besichtigungen entweder zu Fuß oder mit der Metro. Am ersten Tag führte mich meine Tour auf den Ramblas nach Norden zum Placa de Catalunya und weiter zum Casa Battlo, einem der von Gaudi entworfenen Häuser in Barcelona. Das Gebäude ist insbesondere wegen seiner Fassade, seiner Formensprache im Inneren und seines blauen Treppenhauses eine Besichtigung wert. Im Treppenhaus verwendete Gaudi von unten nach oben dunkler werdende blaue Kacheln, um im Zusammenspiel mit der von oben einstrahlenden Sonne einen gleichmäßigen Farbton zu erzielen – es sieht toll aus.

Weiter ging es in das Barri Gotic, die Altstadt von Barcelona. Dort befindet sich auch die Kathedrale mit deren Bau bereits 1298 begonnen wurde. Die beiden äußeren Türme kamen aber erst im 20. Jahrhundert dazu. Mit einem Aufzug kommt man auf das Dach der Kathedrale und hat einen schönen Blick auf die Altstadt. Ich schlenderte weiter durch die verwinkelten Gassen vorbei an der Kirche Santa Maria del Pi nach Barceloneta an den Strand. Auf dem Rückweg zum Hotel habe ich mir noch eine leckere Paella del Mar im Barri Gotic schmecken lassen – so schön kann ein Urlaubstag enden…

Den 2. Tag begann ich mit einem weiteren Highlight von Gaudi und Barcelona, der Sagrada Familia, die Sühnekirche. Dies war das letzte von Gaudi entworfene Gebäude und befindet sich seit 1882 im Bau. Ganz im Stil anderer großer Kirchen dauert der Bau eben über 100 Jahre. Die Sagrada Familia ist anders als jede Kirche, die ich bisher besichtigt habe. Direkt hinter dem Eingang entfährt einem ein unwillkürliches Wow! Kaum zu beschreiben und noch schwerer im Bild einzufangen. Definitiv etwas, das man gesehen haben muss. Ich habe den ganzen Vormittag in der Kirche verbracht und einfach die Stimmung genossen.

Nach einer Stärkung in einem Straßencafé ging es weiter, vorbei an dem ersten von Gaudi entworfenen Haus, der Casa Vicenz, das noch sehr „normal“ aussieht hinauf zum Park Güell, der ebenfalls die Handschrift Gaudi’s trägt. Auf dem Rückweg mit der Metro in die Altstadt bietet sich als Zwischenstopp noch die Casa de al Pedrera an, das letzte von Gaudi entworfene Privathaus. Die Dachterrassen sind fantastisch und die Bilder von den Kaminen hat sicher jeder schon einmal gesehen. Der Tag im Zeichen Gaudis endete mit gegrilltem Lammfleisch begleitet von einem spanischen Rotwein – schade, dass die Familie nicht dabei war…

Der Vormittag des 3. Tages stand im Zeichen der Kultur. Es zog mich zur Ausstellung von Joan Miró. Am Nachmittag schlenderte ich durch das Viertel El Raval, ein ehemals etwas verruchtes Viertel, das jedoch immer beliebter wird.

Nach Erfüllung meiner beruflichen Pflichten führte mich der Weg ein paar Tage später wieder nach Barcelona und ich genoss die letzen 1,5 Tage mit einem Besuch des Placa d’Espanya und der Font Magica mit beleuchteten Wasserspielen zu passender Musik. Im Hintergrund ragt majestätisch das Museu Nacional D’Art Catalunya (Kunstmuseum) auf. Den letzten Tag verbrachte ich im Olympiazentrum auf dem Montjuic und dem dortigen Castell, von dem man einen sehr schönen Blick auf Barcelona (und den Containerhafen) hat. Mit einer weiteren Portion Paella del Mar verabschiedete ich mich aus Barcelona und die Columbussäule zeigte mir den Heimweg nach Columbus, Ohio.

Natchez Trace Parkway und Nashville, Tennessee

Es ging wieder früh los, stand doch heute der 2. Teil des Natchez Trails und Nashville auf dem Programm. Am Confederate Graveyard Trail vertreten wir uns die Beine und laufen bis zu den Grabmälern von 13 unbekannten Soldaten. Rechts und links des Weges steigen noch Rauchwolken aus frisch verbrannten Unterholz. Wie wir später von einem Ranger erfahren, wurden in den letzten Tagen kontrollierte Brände gelegt, um einem größeren Waldbrand vorzubeugen. Außerdem halten wir an Stellen wie Stone Springs, der State Line zwischen Alabama und Tennessee, einem kleinen Wasserfall und der Double Arch Bridge, die 1995 einen Designpreis gewonnen hat.

Weiter geht es nach Nashville, in das Herz der Country Musik und dem Star der Stadt Johnny Cash. Unser erster Halt ist ein Nachbau des Parthenon aus Athen, weiter geht es zum State Capitol und dann in die Stadt. Wir schlendern zur Country Musik Hall of Fame und entlang des Music Walk of Fame. Im Gegensatz zum Blues Trail, kennen wir hier doch viel mehr Namen und passieren die Sterne von Little Richard, Elvis Presley, Steve Winwood, Roy Orbison, um nur einige zu nennen. Was die allerdings mit Country Musik zu tun haben erschließt sich mir nicht unbedingt… Auf Grund der Tageszeit lassen wir eine Besichtigung bei Jack Daniel’s aus. Außerdem darf man an den interessanten Führungen nur als Erwachsener teilnehmen – willkommen in Amerika…
Abendessen gibt es heute bei Demo’s mit gutem und günstigem Steak, Spaghetti und Salat und auf der Fahrt zum Hotel in Bowling Green überschreiten wir 2000 Meilen Fahrstrecke.


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Natchez Trace Parkway bis Tupelo, Elvis Presleys Geburtshaus

Mit New Orleans haben wir den südlichsten Punkt unserer Reise erreicht. Jetzt geht es wieder gen Norden. Wir fahren über die längste über Wasser führende Brücke der Welt, den Pontchartrain Causeway – 38,422 km lang. Das ist eine unglaubliche Strecke auf einer Brücke…

Anschließend geht es auf den Natchez Trace Parkway. Dieser diente früher als Pfad für alle die vom Süden in den Norden wollten und war lange in Vergessenheit geraten. Heute ist er eine gut ausgebaute Straße vorbei an vielen historischen Markern. Wir halten kurz am Cypress Swamp und gehen den 0,5 Meilen langen Weg. Laut Reiseführer kann man manchmal Alligatoren sehen… und was sehen wir in der Mitte des kleinen Sees? Na klar einen fetten Alligator!


Bei Marker 260 erreichen wir Tupelo. Das National Battlefield liegt direkt an der Straße und bietet außer zwei Kanonen, einem Denkmal und ein paar Grabsteinen nicht viel.

Wir fahren direkt weiter, nehmen einen kleinen Umweg über Starbucks und stärken uns mit ein paar Frappuccinos. Als wir beim Geburtshaus von Elvis Presley ankommen ist es leider schon etwas spät und das Museum schließt gleich. Die uns bekannten Öffnungszeiten stimmten nicht… Wir konnten dadurch nur das Geburtshaus ansehen und hatten keine Zeit mehr für das Museum. Ich fand, dass es kein wirkliches Highlight war, aber ganz nett.


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New Orleans

Nach dem gestrigen gemütlichen Abendbummel und einer guten Nacht im netten Hotel stehen für heute mit Jackson Square, Bourbon Street, Uferpromenade, 1st Cemetary, Fahrt mit dem Street-Car etc. die üblichen Touristenattraktionen auf dem Programm. Es gibt an allen Ecken Musik in verschiedenen Stilrichtungen, viele tolle Bars (nicht alle ganz kindgerecht 😉 ) und Restaurants sowie tolle Häuser mit noch schöneren Balkonen. Das French Quarter ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Das viele Herumlaufen machte uns hungrig und wir gönnen uns bei ACME Oyster House ein Dutzend gegrillte Austern – extrem lecker, das schmeckte nach mehr. Deshalb haben wir uns spontan für das Abendessen auch wieder für ein Seafood Restaurant, diesmal das Deanie’s, entschieden. Wir hatten die Combo Platte mit broiled Shrimps, Catfish und Austern. Auch sehr gut, wenngleich die Austern beim Mittagessen deutlich besser waren.

 

Mardi Gras

Abgesehen vom Stadtbild ist New Orleans natürlich vor allem für Mardi Gras bekannt. Leider (oder Gott sei Dank) waren wir nicht zu dieser Zeit in New Orleans, aber wir konnten einen kleinen Eindruck im Museum Presbytere erhaschen. Dieses Museum befindet sich direkt neben der St Louis Kathedrale und widmet sich im Erdgeschoss dem Hurrikan Katrina und im Obergeschoss dem Mardi Gras. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es noch ein weit größeres (und teureres) Museum gibt, das sich nur mit Mardi Gras beschäftigt.

Voodoo Museum

New Orleans ist ein Schmelztiegel der Kulturen und war eine Hochburg des Sklavenhandels aus Westafrika. So verwundert es nicht, dass es im French Quarter ein Voodoo Museum gibt. Der Eintritt ist leider relativ teuer für das kleine Museum, aber irgendwie ist es trotzdem cool. Im Shop kann man allerlei Mittelchen für alle Lebenslagen wie Liebeskummer und zur Behandlung von Krankheiten erstehen. Sollte einen der Nachbar ärgern, findet sich sicher auch hierfür etwas…

1st Cemetary

Nach dem French Quarter ging es weiter zum 1st Cemetary von New Orleans. Hier liegen die Toten nicht in der Erde sondern werden wegen der vielen Hochwasser in kleinen Häuschen bestattet. Der Friedhof ist auch heute noch aktiv und so sieht man Gräber aus dem 19 Jahrhundert neben aktuellen…

New Orleans, definitiv eine Reise wert!


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Swamp Tour und Fahrt nach New Orleans

Die Nacht in Houma verbringen wir ausnahmsweise einmal nicht in einem Hotel, sondern wir haben Bed & Breakfast im Crochet House gebucht. Wir bekommen zwei riesige Zimmer mit Küche und allem Drum und Dran. Eines für die Kinder und eines für uns. Gut ausgeschlafen beginnen wir den Tag gemütlich und haben Zeit, das ausgezeichnete Frühstück zu genießen. Unsere Wirtsleute sind wirklich ausgesprochen nett. Sie erzählen viel über das Leben mit Tornados, Hochwasser und wie eine Evakuierung abläuft und die Kinder werden mit Teddys und Süßigkeiten eingedeckt. Außerdem bekommen wir die ganzen Reste des Frühstücks eingepackt…

So gestärkt machen wir uns auf zu unserer Swamp Tour bei Munson’s. Die Tour war klasse, wir haben viele Alligatoren, Schildkröten, Mönchsgeier, Blau- und Silberreiher und einen Weißkopf-Adler gesehen. Leider schließt dieses Unternehmen Ende April 2014, weil der Eigentümer des Sumpfes den Pachtvertrag nicht mehr verlängert.

Gefüllt mit Eindrücken aus der Tierwelt machen wir uns auf nach New Orleans. Zwischendurch halten wir noch an dem ein oder anderen Plantagenhaus. Diese sind einfach zu beeindruckend. Am späteren Nachmittag erreichen wir dann New Orleans und checken in unser Hotel – Bienville House – direkt im French Quarter ein. Das Hotel ist übrigens ein Historic Hotel of USA. Wir schlendern noch ein bisschen durch das French Quarter und holen natürlich die Aufgaben für die beiden verschiedenen Junior Ranger in den beiden Visitor Centern ab.


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Plantagenhäuser in Natchez und Fahrt nach Houma

Nach einem sagenhaften Südstaatenfrühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Natches, aber natürlich nicht ohne dem Mississippi noch einmal kurz einen Besuch abzustatten. Diese Stelle war der Grund des erbitterten Kampfes um Vicksburg – er wird auch das Gibraltar der Konföderierten genannt.

In Natchez schlendern wir entlang des ausgeschilderten Trails durch die Stadt. Der erste Weg für die Kinder war natürlich wieder das Visitor Center, um die Stempel und das Booklet für die Junior Ranger abzuholen. Doch der Ranger war so gut drauf, dass er die Junior Ranger Abzeichen gleich mitverteilt hat ;-). Natchez ist bekannt für seine vielen Antebellum Häuser (also Häuser aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg). Hier lebten vor dem Krieg mehr Millionäre als in jedem anderen Teil von USA. Es führen mehrere Trails durch die Stadt, bestens ausgezeichnet Pfeile auf dem Gehweg.

Einige der Plantagenhäuser kann man besichtigen, wir wählen das etwas außerhalb liegende Longwood aus. Die Führung ist wirklich interessant und in dem nur im Erdgeschoss fertiggestellten Haus wird deutlich, was der Krieg alles angerichtet hat.

Nach einem kleinen Picknick geht es weiter nach Houma in die Sümpfe ans Ende von Louisiana. So dachten wir zumindest. Es ist zwar das Ende von Louisiana, aber von Abgelegenheit keine Spur. Houma ist eine richtige Stadt, wie jede andere in USA auch, nichts von wegen einsamer Übernachtung in einem Bed & Breakfast…. Fürs Abendessen gehen wir in Cajun Critters, ein recht uriges Lokal. Wir wissen nicht so recht was wir essen sollen und so bringt uns unsere Bedienung Jenny kurzerhand 3 verschiedene Krabben, zeigt uns wie man sie öffnet und läßt uns probieren. Nach je 1/2 Pfund Krabben sind wir eigentlich satt. Doch beim Nachtisch kommt Jenny nochmal mit einer kleinen Kostprobe und wir entscheiden uns spontan noch für Fennel Fries. Alles war sehr lecker….


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Vicksburg und seine Plantagenvillen

Diesen Abend verbrachten wir in Vicksburg. Zuerst sind wir entlang des Scenic Drive ein bisschen durch die Stadt gefahren, in der es neben den Murals, die über die Geschichte der Stadt erzählen, viele Plantagenhäuser gibt. Außerdem wurde hier im Sommer 1894 von Joseph Biedenharn zum ersten Mal Coca-Cola in Flaschen abgefüllt und in entlegenere Gebiete transportiert. Joe Biedenharn schuf damit ein völlig neues Vermarktungskonzept in dessen Folge Coca-Cola in alle Welt versendet wurde. Wir waren also an einem wahrlich geschichtsträchtigen Ort.

Die Nacht verbrachten wir in einem solchen Plantagenhaus auch Antebellum (lat: vor dem Krieg) genannt, dem Bazsynski House. Die Betten waren original alt (mit neuer Matratze), aber so hoch, dass eine kleine Treppe neben dem Bett nötig war, um hinein und heraus zu kommen – die Matratze ging unserer 9-jährigen Tochter bis zur Brust! Am nächsten Morgen hatten wir ein phänomenales Südstaaten-Frühstück und waren gut gestärkt für unsere Fahrt über Natches nach Houma.


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Memphis – Graceland, das Haus von Elvis Presley

Noch gut gestärkt von den guten Ribs des gestrigen Abends zog es uns heute nach Graceland, dem Haus von Elvis Presley. Wir hatten unsere Tickets, wie immer, schon online bestellt und brauchten uns daher nur in der kurzen Schlange anstellen. Kurze Zeit später saßen wir schon im kleinen Bus, der uns zum Haus von Elvis brachte. Alles, wie immer in USA, bestens organisiert. Man erhält einen Audioguide, der auf der self guided Tour Zimmer für Zimmer die Rolle eines Reiseführers übernimmt. So hat man selbst im Griff, wie viel man hören und wie lange man bleiben will. Der Audioguide ist sehr gut gemacht und hat uns viele interessante Dinge erzählt.
Im Haus geht es zuerst in die Front-Rooms mit einem Living Room und dem Schlafzimmer. Es geht weiter zum Esszimmer und der Küche und dann hinunter in den Keller mit dem TV Raum und dem Spielzimmer. Wieder oben geht es am Djungle Room vorbei wieder nach draußen. In allen Räumen kann man neuesten technischen Schnick-Schnack der damaligen Zeit bewundern. So hat die TV-Lounge 3 Fernseher, damit Elvis die 3 Nachrichtensender parallel sehen konnte. Der Herd in der Küche sieht allerdings nur unwesentlich anders aus als heute, böse Zungen könnten nun behaupten die Amerikaner haben eben kein „German Engineering“….

Weiter geht es mit einem Pavillon in dem die Erfolge der ersten Musikphase ausgestellt sind. Angefangen von den ersten Platten aus den Sun Studios zu den Kinofilmen und dem Hochzeitskleid und -anzug. Was mir nicht bewusst war, ist dass Elvis 31 Filme gedreht hat. In dieser Zeit gab es weder Konzerte noch Schallplatten…
Danach kommt man in die Sports Lounge. Dort hat Elvis am Tag vor seinem Tod noch Klavier gespielt und mit seinen Freunden gesungen. Der ehemalige Raquett Ball Court beherbergt heute die Gold und Platin Schallplatten der Musikphase nach den Kinofilmen. Extrem beeindruckend. Dies ist dann auch die letzte Station vor dem Grabmal von Elvis, seinen Eltern und seiner Großmutter im Garten.

Wieder zurück beim Visitor Center kann man sich noch die Autos von Elvis, natürlich mit dem berühmten rosa Cadillac ansehen. Neben einigen kleineren Ausstellungen lohnt sich auf alle Fälle der Besuch der beiden Privatflugzeuge von Elvis. Ein fliegendes Haus mit vergoldeten Waschbecken, Sesseln und einem King Size Bett. So kann ich mir reisen auch gut vorstellen… Elvis hat das Flugzeug rund 2 Jahre vor seinem Tod gekauft und umgebaut. In dieser Zeit ist er 221 mal damit geflogen.

Der Besuch hat uns sehr gut gefallen und wir haben einen Elvis Fan mehr in der Familie.

Den Nachmittag haben wir entspannt mit einer kleinen Rundfahrt mit einem Mississippidampfer genossen. Anschließend sind wir noch ein bisschen die Main Street entlang gelaufen. Das ist allerdings Sonntags keine gute Idee, alle Läden sind geschlossen und es ist absolut tote Hose. Das sind wir von USA gar nicht gewohnt. Wir sind dann kurzentschlossen wieder auf die Beale Street ausgewichen. Amelie und mich hat die Musik hinweggenommen und das Abendessen haben wir uns mit Live Musik im City Blues Cafe schmecken lassen. Ich hatte wieder Ribs und diese waren völlig anders als die gestrigen. Aber mir haben sie mindestens genauso gut geschmeckt…


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Memphis – Beal Street und The Rendezvous Bar-B-Que

Nach der Besichtigung des St. Louis Arch am Vormittag ging die Fahrt weiter in das rund 300 Meilen entfernte Memphis, Tennessee. Kurz eingecheckt im Holiday Inn Express und weiter Richtung Downtown. Auf dem Weg Richtung Downtown haben wir kurz bei den Sun Studios, der Geburtsstätte des Rock ’n Roll angehalten. Hier hat Elvis 1954 seine erste Platte (My Happiness) aufgenommen und sie anschließend seiner Mutter geschenkt. Auch andere bekannte Größen des Rock ’n Roll, wie Jerry Lee Lewis, B B King, Johnny Cash und Roy Orbison hatten hier ihre Platten eingespielt. Aber auch heutige Bands wie U2 haben hier Alben aufgenommen.

Weiter ging es in die Innenstadt auf die wohl bekannteste Straße, die Beale Street. Dort pulsiert das Leben – gut bewacht von der Polizei im Großaufgebot. Vermutlich mit deutlich verstärkter Präsenz wegen des Division-Endspiels im College Basketball zwischen Florida und Dayton im Fed-Ex-Forum. Florida hat übrigens gewonnen und ist nun bei den Final 4 der USA Meisterschaft (für die Kenner, ich rede von March Madness..).

2014_Suedst_Tag_3_Mem_15Trotz der vielen Leute haben wir zufällig noch einen günstigen 5$ Event Parking Parkplatz gefunden – die anderen Preise bewegten sich zwischen den USA üblichen 10$ und 20$… Von dort ging es vorbei an der Gibson Gitarrenfabrik die Beale Street hinauf. Überall gibt es Musik, die Bands spielen in den Seitenstraßen oder es schallt aus Lautsprechern vor den Bars. Es gibt viel Blues und ich war musiktechnisch voll in meinem Element :-). Außerdem gibt es ganz unamerikanisch Bier auf der Straße zum Mitnehmen – Prost!

Rendezvous_RibsDie viele Musik machte uns hungrig (oder war es gar das Bier??) und so machten wir uns zum Restaurant Rendezvous auf. Dieses gehört angeblich zu den 5 besten B-B-Que Restaurants in USA. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Leider hatten diesen Gedanken gefühlte 1000 andere Personen auch, so dass wir ziemlich lange warten mussten. Aus den angekündigten 30 – 40 Minuten wurde dann 1 Stunde :-(. Nach der langen Wartezeit haben uns die Spare-Ribs so gut geschmeckt, dass wir total vergessen haben ein Bild davon zu machen… Aber kaum wieder zuhause angekommen flatterte uns die aktuelle Ausgabe von National Geographic ins Haus, und was findet man darin? Ein Bild von „unseren“ Ribs – ich war zugegebenermaßen beeindruckt…


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St. Louis – Gateway to the West

Was führt einen nach St. Louis? Natürlich der große Bogen, der Arch, der Gateway to the West und ganz nebenbei das höchste künstliche Monument der USA und der weltgrößte Bogen. Aber was macht man sonst dort, außer Anheuser-Busch zu besichtigen? Keine Ahnung, nun wir hatten auch nicht viel gefunden und haben die Frage im Hotel gestellt. Die Antwort? Tja, es gäbe noch den Zoo oder man schaut sich den Citygarden mit seinen Kunstwerken an. Das haben wir dann an diesem Abend auch gemacht. Der Park ist nicht groß aber schön und die Kinder sind auf allem herumgeklettert was da war. Mal wieder Kunst zum anfassen, die Spaß gemacht hat. Danach sind wir noch im Dunklen beim Arch vorbei. Beeindruckend hoch und schlank. Man fragt sich schon, ob der bei Sturm auch wirklich sicher steht….

Am nächsten Morgen sind wir dann gleich mit der ersten „Bahn“ um 9:00 Uhr nach oben gefahren. Es empfiehlt sich definitiv die Tickets vorher im Internet zu bestellen und rechtzeitig da zu sein. Als wir um 10:30 den Museumsbereich verlassen haben, war die nächste verfügbare Fahrt auf den Arch schon bei 15:00 Uhr!
Für den Weg hinauf begibt man sich in eine 5 Personengondel, die mich vom Design ein bisschen an Science Fiction erinnert. Während der Fahrt wird die Gondel immer wieder spürbar neu in die Senkrechte ausgerichtet. Oben im Arch auf 210 m Höhe hat man einen tollen Blick auf St. Louis, zumindest, wenn das Wetter gut ist. Bei uns war es leider sehr bewölkt und trübe…. Egal, uns hat es trotzdem beeindruckt.

Nach einer kurzen Stärkung mit Kaffee im Hotel, ging es dann weiter Richtung Memphis, Tennessee.


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