Es fährt ja noch… oder ein Hoch auf Duct-Tape

Tommy Expat, seines Zeichens nicht nur deutscher sondern schwäbischer Ingenieur, musste sich in Amerika ja an so manches gewöhnen. Als schwäbischer Tüftler und Sparfuchs steht bei ihm die Liebe zum Detail und die gute Pflege seiner Sachen natürlich immer ganz oben. Doch was musste er auf der anderen Seite des Atlantiks alles sehen… Sorgsamer Umgang – Fehlanzeige… Reparatur? Klar, immer her mit dem Duct-Tape.

Duct-Tape ist das Mittel der Wahl für alle Reparaturen und damit natürlich auch am Auto. Unser Tommy kam manchmal aus dem Staunen nicht mehr heraus und so wurde: „Es fährt ja noch.“ zum geflügelten Wort in Tommy’s Familie. Ein Auto ohne Auspuff mit dem Sound eines Panzers war ja fast schon alltäglich. Aber es gab auch noch die richtigen Knaller, z.B. mit Klebeband befestigte Stoßstangen, Türen die mit dem Gummispanner zugehalten werden, komplett zugeklebte Fenster, die Gripp-Zange als Lenkradersatz, komplett fehlende Kotflügel… Es gibt nichts, was es nicht gibt und manchmal hofft man, dass das Auto die nächste Bodenwelle noch überlebt – oder dass zumindest die Bremsen noch einigermaßen funktionieren.

Leider hat man im entscheidenden Moment weder Kamera noch Handy griffbereit, aber ein paar Bilder gibt es doch…

Ohne TÜV ist eben auch keine Lösung 😉

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Good Bye Columbus mit Kooza, diesmal für uns alle…

Ja, nun heißt es endgültig Abschied nehmen für uns alle. Das vergangene Wochenende war unser letztes in Columbus, Ohio. Bei aller Vorfreude auf Deutschland waren wir doch ein wenig traurig Columbus zu verlassen. Zur Ablenkung haben wir uns den letzten Tag mit einem Besuch bei der Show Kooza von Cirque de Soleil versüßt.

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Ein toller Schlusspunkt für drei tolle Jahre und unseren Abschiedsmarathon… Es war schön, von so vielen Menschen verabschiedet zu werden, aber es ist auch ganz schön anstrengend. Andererseit waren wir teilweise auch selbst schuld, waren wir auf unsere letzten Tage doch noch in dem ein oder anderen Laden, um die letzten Andenken an Ohio zu erstehen. So z.B. dieses Bild, so etwas hatten wir die ganze Zeit gesucht, aber es ist natürlich klar, dass man es erst findet, wenn der Container schon weg ist. Egal, wir haben es trotzdem gekauft und die Post freute sich über eine fette Gebühr 😉

Uns hat zwar nicht alles gefallen, aber es war eine super tolle Zeit in USA und deshalb God bless the USA. Das Titelbild ist übrigens von Fantasy of Lights das in der Vorweihnachtszeit in der Nähe von Columbus stattfindet.

Let’s go Jackets – good bye Columbus

On special request, I updated this posting with an english translation…
The title has it, it’s time to say good bye Columbus. I am back in good old Germany and the great experience of beeing an expat is over. Along with this also the opportunity to watch the Columbus Blue Jackets live in the arena. Having that sad, I was very excited that my company invited me to the Tower for a game against the Pittsburgh Penguis as a farewell. The penguins are the better team and higher up in the ranking, so I was concerned that I have to fly back to Germany with the memory of CBJ losing. But after a slow start CBJ turned the game and won 5:3. The atmosphere in the arena was awesome (very loud) and our Tommy Expat was happy.

The question remaining is, what will happen to the blog. Well, I still have so many ideas I always wanted to write about, I will just continue. And if I run out of ideas, then I probably just change the title of the blog 😉

 

Der Titel sagt es, es ist Zeit good bye Columbus zu sagen. Seit kurzem bin ich wieder in good old Germany und meine tolle Zeit als Expat leider ist vorbei. Und damit auch die Möglichkeit die Spiele der Columbus Blue Jackets live in der Arena anzuschauen. Um so mehr hat es mich gefreut, dass mich meine Firma als Farewell in den Tower (Loge) zu einem Spiel gegen die Pittsburgh Penguins eingeladen hat. Pittsburgh steht in der Tabelle deutlich weiter vorne und ich hatte schon Befürchtungen, dass CBJ verliert und ich mit einer Niederlage nach Hause fliegen muss. Aber nach anfänglichem Rückstand kam Columbus in Fahrt und gewann mit 5:3 🙂 Die Stimmung war entsprechend und Tommy Expat war glücklich.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie geht es mit dem Blog weiter? Da ich noch eine ganze Reihe an Ideen und Themen habe, über die ich schon immer mal schreiben wollte, kann ich noch ein Weilchen weiterschreiben. Und danach? Tja da gibt es vielleicht einfach einen neuen Titel…

BBQ – 5 hrs fall off the bone ribs

Nach fast 3 Jahren USA hat unser Tommy Expat es endlich heraus! Mit Apfelholz geräucherte Spare Ribs, so zart, dass sie vom Knochen abfallen. Spezieller Dank dafür gebührt meinem Kollegen Bill für das Rezept.

After 3 years I finally made it. Fall off the bone ribs, so tender they really fall off the bone. Spezial thanks to my colleague Bill for the cooking instructions.

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Man nehme:

  1. Eine bis zwei Handvoll Holzchips zum Räuchern. Diese 30 Minuten in Wasser einweichen – Apfel oder Hickory eignet sich gut
  2. Den Grill auf 110 C vorheizen
  3. Eine ganze Seite Baby Back Ribs und ziehe die feine Haut auf der Knochenseite ab
  4. Kräftig (und ich meine wirklich kräftig) würzen. Meine Ribs waren zart aber fad…
  5. Die Holzchips abgießen und in einer sog. Räucherbox direkt auf den Brenner legen oder beim Kohlegrill direkt auf der Kohle verteilen
  6. Die Ribs gemütlich 2 Stunden bei 110 C und indirekter Hitze (also neben der Kohle oder dem Gasbrenner) grilllen. Deckel geschlossen lassen, damit der Räuchereffekt auch eintritt
  7. Danach je nach Geschmack mit Apfelsaft und braunem Zucker – die Amis mögen es süß – oder mit Bier beträufeln und in Alufolie einwickeln. Nochmal 2 Stunden auf indirekter Hitze weitergrillen (110 C)
  8. Ribs aus der Folie nehmen und nochmals für 1 Stunde auf indirekter Hitze und 110 C weiter grillen
  9. Je nach Geschmack in den letzten 30 Minuten 1-2 Mal mit der Lieblings-BBQ Soße bestreichen
  10. Genießen

Für „normale“ Spare Ribs die Grilldauer auf 3-2-1 erhöhen…

 

Anleitung zum Öffnen einer Türe?!

 

wpid-2015_tuer_oeffnen.jpgUnser Tommy Expat hat ja schon so allerhand erlebt. Aber eine Anleitung zum Öffnen einer Türe, das gab es noch nicht! Gesehen hat er das Schild auf der kanadischen Seite von Niagara Falls, an der Verbindungsbrücke zwischen Hilton Hotel und Casino. Vielleicht sind die Leute an dieser Stelle total frustriert oder so entzückt, dass sie vergessen, wie man eine Türe öffnet…