Columbus Classic Auto Show

Coole Ami-Schlitten von damals und heute – das kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Alles zu sehen auf der Arthritis Auto Show. Viele Worte muss ich zu den Autos nicht verlieren…

Vor genau 2 Jahren war ich auch auf dieser Autoshow. Ich war 2 Wochen vorher nach Columbus umgezogen, wohnte im Hotel und meine Familie war noch in Deutschland. Damals war mir das noch alles fremd, vor allem die Foodtrucks, die Amerikaner mit ihren Campingstühlen auf dem Parkplatz, etc – heute ist es ganz normal und wir haben sogar unsere eigenen Stühle 😉

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Tauchen in Gilboa Quarry

Die Mädels machen Urlaub im Süden, da nutze ich doch die Gelegenheit 2 Tauchgänge in der Gilboa Quarry – Midwest’s Premier Dive Site – zu machen. Eine Quarry ist ein ehemaliger Steinbruch, also quasi ein Baggersee. Einer der örtlichen Tauchshops hat am Wochenende immer Leute am See und nach deren Auskunft soll ich einfach hochfahren, mich vorstellen und dann wird sich schon was zum Tauchen finden. So ganz überzeugt war ich nicht, aber ich bin trotzdem hochgefahren. Und tatsächlich es war gar kein Problem einen Tauchpartner zu finden. Typisch amerikanisch muss man sich natürlich zuerst anmelden und ein langes Formular ausfüllen…


Der erste Tauchgang führte mich in den flacheren Teil des Sees (Graphik oben). Dort gibt es allerhand versenkte Schätze zu bestaunen, so z.B. ein Flugzeug, ein riesiger Hubschrauber von Sikorsky, mehrere Schiffswracks (eher Boote als Schiffe) und noch ein paar Autos, einen Schulbus sowie ein Motorrad. Neben den künstlichen Artefakten gibt es natürlich auch allerhand Fische. Über dem Schulbus war ein ganzer Schwarm Regenbogenforellen, der mich total eingeschlossen hat – cool. Der zweite Tauchgang führte mich in den tiefen Teil des Sees zu einem Sattelschlepper und vor allem an einer tollen Steilwand vorbei. Diese hatte große Ähnlichkeit mit dem Bodensee, ich fühlte mich also wie zu Hause 🙂


Die Unterwasserbilder sind alle aus dem Internet…

American BBQ

klappspiegel

Nachdem uns der Winter dieses Jahr fest und vor allem lange im Griff hatte und der Frühling eher bescheiden war, genießen wir nun schon seit einiger Zeit ein ausgesprochen herrliches Sommerwetter.

Was tun an solch lauen Sommerabenden? BBQ XXL…

Kurz nach unserer Ankunft in den USA haben wir unseren netten, handlichen Holzkohlegrill in die Garage verbannt und grillen seitdem mit einem Weber 4-burner Gasgrill XXL. Man kann nun denken was man will über einen Gasgrill, aber der klare Vorteil liegt in der Schnelligkeit: anmachen und losgrillen.

Das notwendige Grillgut gibt es in den XXL Supermärkten, natürlich in XXL Größe… ein Steak, das eine 4-köpfige Familie sättigt, aber auch beste Burger Patties vom Angusrind in verschiedenen Variationen wie Bacon-Cheddar, Mushroom, Blue Cheese oder unser Favorit Jalapenos.

Gestern haben wir also mal wieder Spareribbs gegrillt. Inspiriert von den Südstaaten mit Cajun gewürzt… wie immer lecker.

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Winter in Hocking Hill

Hocking Hill ist ein State-Park ca. 1 Autostunde entfernt im Süd-Osten von Columbus. Er bietet tolle Wanderungen an Orten mit klangvollen Namen, wie Old Mans Cave, Ash Cave, Cedar Falls oder Fat Woman’s Squeeze. Wir waren schon mehrmals in Sommer dort und sind von den Wanderungen durch die Schlucht und am Fluss entlang begeistert. Im Winter hatten wir die Gegend noch nicht besucht, aber schon vieles über die Eiswasserfälle gehört.

Der Winter 2013 / 2014 war der kälteste Winter in Columbus seit über 20 Jahren. Also ideale Bedingungen für grandiose Eiswasserfälle. Der Wetterbericht sprach von einer deutlichen Erwärmung für die kommenden Tage mit Temperaturen von über 10°C, also höchste Zeit für uns endlich Hocking Hill auch einmal im Winter zu besuchen. Wollten wir doch unbedingt die Eiswasserfälle sehen.

Unsere erste Station an diesem Tag war Old Man’s Cave. Diesen Bereich kannten wir vom Sommer schon sehr gut und so lag es Nahe dort zu beginnen. Vom Parkplatz aus geht der Weg zuerst zu den Upper Falls, wo es bereits die ersten beeindruckenden Eisfälle zu bestaunen gab. Das Eis auf dem Fluß war so dick, dass wir überall herumlaufen konnten. (Ein paar Mal hat es bei mir allerdings doch ein bisschen geknackt… Entweder war das Eis zu dünn, oder ich zu …)

2014_Hocking-Hill_142014_Hocking-Hill_13Nach den Upper Falls kämpften wir uns weiter Richtung Old Man’s Cave bis zu den Lower Falls vorbei an vielen weiteren gefrorenen Wasserfällen und Wänden voller Eiszapfen. An manchen Stellen waren die Felsen von einer glasklaren Eisschicht überzogen. Diese sah zwar toll aus, aber leider konnte man sich deshalb so gut wie nirgends festhalten. An vielen Stellen war die Beste Variante des Vorwärtskommens sich auf den Hosenboden zu setzen und einfach hinunter zu rutschen. Die Kinder hatten dabei freilich ihren Spass, wir haben uns halt auf die Schuhe gesetzt… Viele Ami’s waren in Jeans unterwegs und die meisten hatten einen nassen Po :-).

Manche der Eisfälle sahen buchstäblich so aus, als wäre das Wasser im Fließen eingefroren. Über die Eisschicht auf dem Fluß konnte man an quasi direkt alle Wasserfälle herangehen und an vielen Stellen sogar dahinter gehen. Das war schon sehr beeindruckend.

Eisfall bei Cedar Falls

Eisfall bei Cedar Falls

Eisfall bei Cedar Falls

Eisfall bei Cedar Falls

Unser nächster Stop war Cedar Falls. Im Sommer laufen wir diese Strecke immer zu Fuß (3 Meilen) aber bei diesen Bedingungen sind wir dann doch lieber mit dem Auto und über die Straße gefahren. Der Eisfall bei Cedar Falls selbst hat mir nicht so gut gefallen, aber auf dem Weg dahin kommt man an einem großen Wasserfall vorbei, den man im Sommer gar nicht wahrnimmt. Vermutlich fließt einfach so wenig Wasser (vielleicht auch gar keins).

Den Abschluß hatten wir an der Ash Cave. Dort waren wir bisher nicht gewesen. Der Weg vom Parkplatz bis zur Cave ist für Rollstuhlfahrer geeignet und in ein paar Minuten ist man schon da. Die Ash Cave ist keine Höhle im eigentlichen Sinn sondern eher ein Rücksprung im Fels, allerdings von gewaltigen Ausmaßen. Über die Kante des Rücksprunges fließt ein kleiner Bach, der im Sommer sicher eine nette Dusche bietet. Jetzt war es eine gigantische Eispyramide. Ein anderer Besucher erzählte uns sogar, dass vor ein paar Tagen die Pyramide noch bis zur Decke reichte – Wahnsinn…

Ash Cave

Ash Cave

WaterFire in Columbus

Es ist schon toll in einer Stadt wie Columbus zu wohnen. Es gibt alle möglichen Veranstaltungen und viele davon auch noch kostenlos (wenn man mal von den 10 – 20 $ Parkgebühren absieht). Vor einiger Zeit schon war die letzte Session von WaterFire. An der Riverfront in Downtown Columbus sind Feuerschalen im Fluß verankert, die zu diesem Anlass alle in der Abenddämmerung angezündet werden. An der Uferpromenade gibt es einen Kunsthandwerkermarkt und direkt am Wasser spielt eine Band – dieses mal British Invasion, eine Band die im wesentlichen Beatles Songs und andere Lieder aus dieser Zeit spielt. Wir sind ein bisschen durch den Markt geschlendert und nach einem kleinen Abstecher zum Brunnen haben wir uns dann gemütlich an das Flussufer gesetzt und die Stimmung genossen – einfach herrlich…

Ohio Cavern

Ein Ausflug in die als „bunteste Höhle Amerikas“ angepriesenen Ohio Caverns.

Wenn man von der schwäbischen Alb kommt, hat man ja schon so manche Höhle gesehen. Daher waren wir nicht besonders aufgeregt, als wir an der Ohio Caverns ankamen. Die Höhle liegt rund eine Autostunde nord-westlich von Columbus. Angeboten werden zwei unterschiedliche Führungen, die Historic Tour und die Natural Wonders Tour. Die Historic Tour führt den Besucher durch den ursprünglichen Teil der Höhle. Dieser war schon von 1897 – 1925 für Besucher zugänglich. Allerdings ging es damals noch etwas anders zu als heute.

Namen an der Wand

Namen an der Wand

Gegen eine sehr geringe Gebühr konnte man sich beim Besitzer eine Carbid-Lampe ausleihen und dann in das Loch in die Höhle einsteigen. Zur damaligen Zeit, gab es in der Höhle selbst natürlich noch keine Beleuchtung. Man hatte die Lampe und das war’s. Ging die Lampe aus, musste man warten, bis der Besitzer kam und einen wieder hinausführte… Dafür durfte man in die Höhle hinein soweit man wollte oder sich traute. Es war Brauch, am Umkehrpunkt seinen Namen und das Datum an die Wand zu schreiben. Viele Namen sind heute noch gut lesbar. Dieser Teil der Höhle bietet tolle Farben insbesondere alle möglichen Rot und Brauntöne. Allerdings gibt es keine Tropfsteine mehr, da die ersten Besucher mitnehmen konnten, was sie wollten. Nach einer Strecke von ca. 1,2 km und 45 Minuten Führung ist man wieder zurück im Visitor Center.

Bunte Streifen

Bunte Streifen

Entdeckt wurde die Höhle mehr oder weniger per Zufall. Auf dem Grundstück war eine Vertiefung, in der sich nach starkem Regen immer Wasser ansammelte. Eines Tages war die Vertiefung wieder vollgelaufen. Als der Grundstücksbesitzer am nächsten Tag wiederkam, war das Wasser plötzlich verschwunden, was vorher noch nie passiert war. Der Farmer wollte der Sache buchstäblich auf den Grund gehen und fing an zu graben. Dabei hat er den Eingang zur Höhle entdeckt. Geschäftstüchtig, wie er war, hat er die Höhle gleich ein paar Wochen später zur Besichtigung freigegeben…

Wasserpumpe

Wasserpumpe

Die zweite Tour ist die Natural Wonder Tour, die knapp eine Stunde dauert und einen 1,6 km durch die Höhle führt. Auf dieser Tour sieht man viele schöne weiße Tropfsteine, die allerdings ganz anders als die uns bekannten von der schwäbischen Alb aussehen. Es gibt sehr viele sogenannte Soda Straws – also Strohhalm Tropfsteine. Diese sehen wirklich aus wie Strohhalme und sind innen hohl. Außerdem gibt es eine ganze Reihe sehr eigenartig geformte Tropfsteine, wie z.B. die Wasserpumpe. Was mich sehr beeindruckt hat, ist die helle, fast weiße Farbe der Tropfsteine. Ein Superlativ darf natürlich in keinem amerikanischen Ausflugsziel fehlen. So gibt es hier den größten freihängenden Tropfstein in Ohio, den Kristall König.

Eine weitere Besonderheit sind die Reißverschluss-Tropfsteine – so sagen zumindest die Amerikaner dazu. Solche Tropfsteine habe ich noch nie vorher gesehen. Sie sind braun und bestehen hauptsächlich aus Eisenoxyd oder einfacher gesagt aus Rost, erinnern an einen Reißverschluss und sehen einfach toll aus. An manchen Stellen sind die weißen und die braunen Tropfsteine kombiniert und sehen dann wie geräucherter Speck aus oder unter einem braunen Stiel hängt ein weißer Zapfen…

Nach so viel Höhle gab es für die Kinder noch einen Beutel voller Sand und Edelsteine, zum Auswaschen wie zu Goldgräbers Zeiten.

Birthplace of Aviation – Dayton Ohio und National Museum US Air Force

Flight 82: Wilbur piloting at a considerable h...

Wer hätte das gedacht? Die Wiege der Luftfahrt ist nur eine knappe Stunde von Columbus entfernt in Dayton, Ohio. Von dort kommen die Gebrüder Orville und Wilbur Wright und dort haben sie auch den Wright Flyer entwickelt. OK, zugegeben der erste Flug war in Kitty Hawk, North Carolina, aber trotzdem wird Dayton als Birthplace of Aviation bezeichnet. Angefangen haben die Wright Brothers aber mit dem Vertrieb und der Reparatur einer anderen neumodischen Errungenschaft, nämlich dem Fahrrad. Die mechanische und technische Begabung wurde von der Mutter schon früh gefördert und so waren die beiden Brüder bestens gerüstet, als sie ihren ersten Fahrradladen The Wright Cycle Co. eröffneten. Das Gebäude steht heute noch im Originalzustand und beherbergt eine kleine Ausstellung zum Thema Fahrrad.

Dayton OH 10  Dayton OH 11

Dayton OH 1Dayton OH 12 Gegenüber ist das eigentliche Wright Museum mit einem Visitor Center in dem man natürlich auch einen Junior Ranger machen kann und einen Stempel in den National Park Passport bekommt. Das ist für die Kinder immer ganz wichtig. In Dayton kann man sogar zwei verschiedene Junior Ranger machen. Einen hier in diesem Museum und einen weiteren im Huffman Prairie Flying Field Interpretive Center. Dort gab es einen Badge in Form von Wings anstelle der sonst üblichen Form. Um das Abzeichen für den Junior Ranger zu bekommen muss man mal mehr mal weniger schwierige Aufgaben lösen und anschließend den Junior Range Eid schwören. BTW: Die Aufgaben in diesen beiden Museen sind wirklich schwierig, die ganze Familie hat fast 2 Stunden gebraucht um die Aufgaben in den beiden Museen zu lösen. Dayton OH 14Nach dem Besuch der beiden Museen und ableisten des Junior Ranger Eides ging es weiter zum eigentlichen Flugfeld. Hier haben die Brüder Wright ihren Flieger weiter optimiert, nachdem die ersten Flugversuche in Kitty Hawk erfolgreich verlaufen waren. Etwas später wurde aus dem unscheinbaren Feld eine Flugschule und quasi der erste Flughafen der Welt, der allerdings mehr nach Kuhweide als nach Flughafen aussieht. Ein Besuch dieser Ecke lohnt sich nur wenn man sowieso schon da ist. Im Wesentlichen sieht man eine Wiese mit ein paar Schautafeln und Repliken der Startrampe und der Scheune, in der das Flugzeug aufbewahrt wurde.

National Air Force Museum

Ausgerüstet mit 2 neuen Junior Ranger Badges ging es dann zu (meinem) Highlight des Tages, dem National Museum der United States Air Force. Dieses Museum ist laut Wikipedia das größte und auch älteste Museum für militärische Luftfahrt – und das quasi gleich vor unserer Haustür! Es gibt ca. 300 Flugzeuge zu bestaunen. Alle Flugzeuge sind einem absolut einwandfreiem Zustand, sie sehen quasi wie neu aus. Das älteste Flugzeug ist eine Bleriot aus dem Jahre 1911. Insbesondere aus der Zeit um den ersten und zweiten Weltkrieg sind viele Ausstellungsstücke zu sehen, so z.B. das Originalflugzeug des Atombombenabwurfes auf Nagasaki. Außerdem gibt es einen B-2 Stealth Bomber – so einen haben wir im Death Valley fliegen sehen. Die Ausstellung ist so toll gestaltet, dass es sogar meinem 3 Mädels sehr gut gefallen hat.

Dayton OH 31Aber es gibt nicht nur Flugzeuge zum Bestaunen, sondern man kann sich auch selbst im Flugsimulator eines Kampfjets beweisen. Einer ist Pilot und einer Bordschütze, ich war Pilot und Anna-Lena Schütze. Auf dem Bild sind wir bei der Trockenübung. Danach mussten wir alle Taschen leeren und sogar die Brille abnehmen, bevor es in den Simulator ging und wir mit 5-punkt Gurten festgeschnallt wurden. Dann kam noch ein extra Schutzbügel… Da wurde uns dann doch ein wenig mulmig. Wir dachten eigentlich dass es nur ein bisschen hin und her ruckelt, aber weit gefehlt. Der Simulator dreht einen 360° rundherum, je nachdem wo man hinfliegt. Ich kann nur sagen, das war der beste Simulatorflug, den ich je hatte!!! Wir haben übrigens 5 feindliche Jets abgeschossen und sind „nur“ einmal abgestürzt… Das lag aber eindeutig am Piloten, der kopfüber hängend die vielen Anzeigen nicht mehr im Griff hatte 😉 – oder vielleicht war es doch die fehlende Brille? Auf jeden Fall brauchte ich nach dem Flug auch ein paar Minuten, bis ich wieder richtig geradeaus gehen konnte…

Ein Besuch in diesem Museum lohnt sich auf alle Fälle, der Eintritt ist übrigens gratis. Hartgesottene sollten unbedingt im Simulator fliegen, nicht gratis, aber mit $7,50/ Person auch nicht wirklich teuer.

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