Plantagenhäuser in Natchez und Fahrt nach Houma

Nach einem sagenhaften Südstaatenfrühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Natches, aber natürlich nicht ohne dem Mississippi noch einmal kurz einen Besuch abzustatten. Diese Stelle war der Grund des erbitterten Kampfes um Vicksburg – er wird auch das Gibraltar der Konföderierten genannt.

In Natchez schlendern wir entlang des ausgeschilderten Trails durch die Stadt. Der erste Weg für die Kinder war natürlich wieder das Visitor Center, um die Stempel und das Booklet für die Junior Ranger abzuholen. Doch der Ranger war so gut drauf, dass er die Junior Ranger Abzeichen gleich mitverteilt hat ;-). Natchez ist bekannt für seine vielen Antebellum Häuser (also Häuser aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg). Hier lebten vor dem Krieg mehr Millionäre als in jedem anderen Teil von USA. Es führen mehrere Trails durch die Stadt, bestens ausgezeichnet Pfeile auf dem Gehweg.

Einige der Plantagenhäuser kann man besichtigen, wir wählen das etwas außerhalb liegende Longwood aus. Die Führung ist wirklich interessant und in dem nur im Erdgeschoss fertiggestellten Haus wird deutlich, was der Krieg alles angerichtet hat.

Nach einem kleinen Picknick geht es weiter nach Houma in die Sümpfe ans Ende von Louisiana. So dachten wir zumindest. Es ist zwar das Ende von Louisiana, aber von Abgelegenheit keine Spur. Houma ist eine richtige Stadt, wie jede andere in USA auch, nichts von wegen einsamer Übernachtung in einem Bed & Breakfast…. Fürs Abendessen gehen wir in Cajun Critters, ein recht uriges Lokal. Wir wissen nicht so recht was wir essen sollen und so bringt uns unsere Bedienung Jenny kurzerhand 3 verschiedene Krabben, zeigt uns wie man sie öffnet und läßt uns probieren. Nach je 1/2 Pfund Krabben sind wir eigentlich satt. Doch beim Nachtisch kommt Jenny nochmal mit einer kleinen Kostprobe und wir entscheiden uns spontan noch für Fennel Fries. Alles war sehr lecker….


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Vicksburg und seine Plantagenvillen

Diesen Abend verbrachten wir in Vicksburg. Zuerst sind wir entlang des Scenic Drive ein bisschen durch die Stadt gefahren, in der es neben den Murals, die über die Geschichte der Stadt erzählen, viele Plantagenhäuser gibt. Außerdem wurde hier im Sommer 1894 von Joseph Biedenharn zum ersten Mal Coca-Cola in Flaschen abgefüllt und in entlegenere Gebiete transportiert. Joe Biedenharn schuf damit ein völlig neues Vermarktungskonzept in dessen Folge Coca-Cola in alle Welt versendet wurde. Wir waren also an einem wahrlich geschichtsträchtigen Ort.

Die Nacht verbrachten wir in einem solchen Plantagenhaus auch Antebellum (lat: vor dem Krieg) genannt, dem Bazsynski House. Die Betten waren original alt (mit neuer Matratze), aber so hoch, dass eine kleine Treppe neben dem Bett nötig war, um hinein und heraus zu kommen – die Matratze ging unserer 9-jährigen Tochter bis zur Brust! Am nächsten Morgen hatten wir ein phänomenales Südstaaten-Frühstück und waren gut gestärkt für unsere Fahrt über Natches nach Houma.


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