Höhlenerkundung „Steinernes Haus“

Auf Abenteuertour im Steinernen Haus...

Die schwäbische Alb ist bekannt für ihre vielen Tropfsteinhöhlen. Einige davon sind zur Schauhöhle ausgebaut und können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Beim Steinernen Haus ist dies anders. Hier geht man nicht zusammen mit einem Führer in eine elektrisch beleuchtete Höhle. Nein, hier geht man auf eigene Faust, nur mit Taschenlampe bewaffnet, auf Entdeckungstour in die stockfinstere Dunkelheit der Höhle – und ich kann euch sagen, ohne Licht ist es kohlrabenschwarz! Man sieht null Komma nix!

Das steinerne Haus liegt nur ein paar hundert Meter von der Schertelshöhle in Westerheim entfernt. Einfach den Hang hinunter und auf der anderen Seite wieder hoch und schon steht man am Eingangsportal der Höhle, die angeblich auch die Nonnen des ehemaligen Franziskanerklosters in unruhigen Zeiten als Notunterkunft genutzt hatten.

Der Eingangsbereich ist sehr groß und man hat noch viel Licht, doch bald müssen wir unsere Lampen einschalten. Ein kleines Stück weiter erreicht man ein kleines Tor und ein Schild macht einen auf die „Wintersperre“ der Höhle aufmerksam. Ab hier ist es so dunkel, dass man die Hand nicht mehr vor Augen sieht.

Wir krabbeln durch das Tor und das Abenteuer nimmt seinen Lauf. Begleitet uns auf unserer Tour…

Man fühlt sich als kleiner Höhlenforscher und der Besuch hat uns viel Spaß gemacht. Trotzdem ist man wieder froh, wenn man das Licht des Einganges wieder sieht…

Wenn ihr auch Lust bekommen habt, dann nehmt unbedingt eine Ersatztaschenlampe für jeden mit. Wenn das Licht ausgeht, ist es nicht nur dunkel sondern schwarz – aber das hatte ich ja schon erwähnt…

Advertisements

Tauchen im alten Bleibergwerk Bonne Terre Mines

Bonne Terre Mine, mit 26 km² und 5 Etagen eine der größten künstlichen Höhlen der Welt, lockt mit glasklarem Wasser und Sichtweiten von mindestens 40 m. Sie liegt rund eine Stunde südlich von St. Louis und war zu ihrer aktiven Zeit der größte Produzent von Bleierz der Welt. Das Bergwerk wurde 1961 geschlossen und ab 1980 zum Tauchen hergerichtet. Inzwischen hat es sich zu einer einzigartigen Unterwasserattraktion entwickelt und wird sogar in der Liste der Top 100 Greatest American Adventures von National Geographic geführt.

Die Größe dieses Bergwerkes hat nicht nur mich, sondern auch Jacques Cousteau beeindruckt, der 1983 mit einem Filmteam im Bergwerk war. Die Hallen und Wege sind so groß, dass selbst riesige Laster problemlos herumfahren konnten. Die obere Etage ist trocken und kann zu Fuß erkundet werden, die unteren 4 Etagen liegen ganz oder teilweise unter Wasser. Die Mine lockt mit Tauchgängen in Redwood Forest, The Structure, Big Flat Rock und noch vielen anderen Attraktionen verteilt auf 50 verschiedene Routen. Die Szenerie ist wirklich einzigartig und manchmal auch ein wenig gruselig und so erstaunt es nicht, dass Teile des Filmes Abyss – Abgrund des Todes hier gedreht wurden.

Nach dem USA-üblichen Video zur Sicherheitseinweisung und dem Briefing zum ersten Tauchgang, ziehen wir uns in der beheizten Umkleide um und treffen uns am Eingang des Bergwerkes. Es geht entlang des alten Muli-Pfades ein paar Treppen hinunter und durch den trockenen Teil der Mine bis zum Taucherdock, wo wir unsere Tauchflaschen erhalten und alles aufrödeln. Nach einem letzten Check geht es ab in die dunkle Unterwelt zu Loren, Tunneln und Bögen…