Tauchgang im Ikasee

Das Frühjahr schickt seine Boten mit längeren Tagen und wärmerem Wetter. Die Seen sind noch kalt und die Sichtweiten gut. Gerade richtig für einen schönen Tauchgang im lokalen See in Ingelheim – dem Ikasee (Tauchen ist leider nur für Mitglieder des TC Koralle erlaubt).

Urlaub und Krankheiten hatten unsere Taucheranzahl auf drei dezimiert und nach verschiedenen Schwierigkeiten beim Aufrödeln, wie z.B. ein vergessener Bleigurt, vergessene Druckausgleichsröhrchen im Trockentauchhandschuh, zu wenig Blei und einem undichten Handschuh, ging es dann endlich ins Wasser. Die Sicht war für den Ikasee hervorragend und wir haben viele Krebse, Aale und Barsche gesehen – aber am besten seht Ihr selbst.

 

Der Tauchgang war nur kurz, da durch einen abblasenden Automaten nach rund 30 Minuten im flachen Wasser die Flasche des Kollegen einfach leer war. Aber das Dekobier mit dem leckeren, selbst gebackenen Kuchen war uns ein willkommener Abschluss…

Dive and Dine in Ingelheim

Dive and Dine in Ingelheim…
Das Wetter war gut, das Essen war lecker und der See trüb – aber mal so richtig trüb!

Trotzdem war es ein netter Abend und wir haben beim Tauchgang sogar einen kleinen Hecht gesehen.

… auch wenn es die, die dabei waren kaum glauben werden. Die Unterwasserszenen sind wirklich von diesem Tauchgang! Ich war selbst überrascht, dass etwas brauchbares dabei rauskam…

And for my US-friends. Please never complain about visibility at Gilboa again 😉

(Tauchen ist in diesem See nur für die Mitglieder des TC Koralle und der DLRG erlaubt)

Tauchen im alten Bleibergwerk Bonne Terre Mines

Bonne Terre Mine, mit 26 km² und 5 Etagen eine der größten künstlichen Höhlen der Welt, lockt mit glasklarem Wasser und Sichtweiten von mindestens 40 m. Sie liegt rund eine Stunde südlich von St. Louis und war zu ihrer aktiven Zeit der größte Produzent von Bleierz der Welt. Das Bergwerk wurde 1961 geschlossen und ab 1980 zum Tauchen hergerichtet. Inzwischen hat es sich zu einer einzigartigen Unterwasserattraktion entwickelt und wird sogar in der Liste der Top 100 Greatest American Adventures von National Geographic geführt.

Die Größe dieses Bergwerkes hat nicht nur mich, sondern auch Jacques Cousteau beeindruckt, der 1983 mit einem Filmteam im Bergwerk war. Die Hallen und Wege sind so groß, dass selbst riesige Laster problemlos herumfahren konnten. Die obere Etage ist trocken und kann zu Fuß erkundet werden, die unteren 4 Etagen liegen ganz oder teilweise unter Wasser. Die Mine lockt mit Tauchgängen in Redwood Forest, The Structure, Big Flat Rock und noch vielen anderen Attraktionen verteilt auf 50 verschiedene Routen. Die Szenerie ist wirklich einzigartig und manchmal auch ein wenig gruselig und so erstaunt es nicht, dass Teile des Filmes Abyss – Abgrund des Todes hier gedreht wurden.

Nach dem USA-üblichen Video zur Sicherheitseinweisung und dem Briefing zum ersten Tauchgang, ziehen wir uns in der beheizten Umkleide um und treffen uns am Eingang des Bergwerkes. Es geht entlang des alten Muli-Pfades ein paar Treppen hinunter und durch den trockenen Teil der Mine bis zum Taucherdock, wo wir unsere Tauchflaschen erhalten und alles aufrödeln. Nach einem letzten Check geht es ab in die dunkle Unterwelt zu Loren, Tunneln und Bögen…

Eistauchen in Circleville, Twin Quarry

Der Winter in Columbus ist kalt, beste Bedingungen für einen Eistauchgang mit meinem neuen Spielzeug – einer GoPro Actioncam. Der Wettergott meinte es gut mit uns und ließ die Sonne scheinen, allerdings hat er wohl den Schalter für die Heizung nicht gefunden und so trafen wir uns bei wirklich frostigen -15°C am See. Immerhin war es windstill…

Mit dem Trocki geschützt ging es aufs Eis, um das Einstiegsloch auszusägen. Dann kurz aufgerödelt und ab unter das Eis. Die Leine dient zur Sicherung, damit man das Loch auch wiederfindet.

 

So toll die Sonne über dem Eis schien, so schlecht war leider die Sicht unter Wasser. Aber für ein paar nette Spielereien mit den Luftblasen, die unter dem Eis wie Quecksilber aussehen hat es allemal gereicht und mit den Füßen nach oben kopfüber unter dem Eis zu stehen ist immer lustig…

Schaut euch das Video an, wenn ihr wissen wollt, wie es unter Wasser aussah.

Tauchen in Gilboa Quarry

Die Mädels machen Urlaub im Süden, da nutze ich doch die Gelegenheit 2 Tauchgänge in der Gilboa Quarry – Midwest’s Premier Dive Site – zu machen. Eine Quarry ist ein ehemaliger Steinbruch, also quasi ein Baggersee. Einer der örtlichen Tauchshops hat am Wochenende immer Leute am See und nach deren Auskunft soll ich einfach hochfahren, mich vorstellen und dann wird sich schon was zum Tauchen finden. So ganz überzeugt war ich nicht, aber ich bin trotzdem hochgefahren. Und tatsächlich es war gar kein Problem einen Tauchpartner zu finden. Typisch amerikanisch muss man sich natürlich zuerst anmelden und ein langes Formular ausfüllen…


Der erste Tauchgang führte mich in den flacheren Teil des Sees (Graphik oben). Dort gibt es allerhand versenkte Schätze zu bestaunen, so z.B. ein Flugzeug, ein riesiger Hubschrauber von Sikorsky, mehrere Schiffswracks (eher Boote als Schiffe) und noch ein paar Autos, einen Schulbus sowie ein Motorrad. Neben den künstlichen Artefakten gibt es natürlich auch allerhand Fische. Über dem Schulbus war ein ganzer Schwarm Regenbogenforellen, der mich total eingeschlossen hat – cool. Der zweite Tauchgang führte mich in den tiefen Teil des Sees zu einem Sattelschlepper und vor allem an einer tollen Steilwand vorbei. Diese hatte große Ähnlichkeit mit dem Bodensee, ich fühlte mich also wie zu Hause 🙂


Die Unterwasserbilder sind alle aus dem Internet…